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Trump nach Corona-Infektion Die ?wahre Prüfung“ kommt erst noch

Trumps Infektion richtet wieder ein Schlaglicht auf die Pandemie, die in den USA bei weitem nicht ausgestanden ist. Mehr als 7,3 Millionen Ansteckungen sind bekannt, mehr als 208 000 Menschen starben nach einer Infektion. Quelle: dpa

Sein Zustand war ernster als zun?chst dargestellt, doch US-Pr?sident Trump zeigt nicht gerne Schw?che. Nach mehreren Videobotschaften bewegt der Corona-Patient sich nun sogar au?erhalb des Krankenhauses im gepanzerten Wagen.

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Trotz seiner Infektion mit dem Coronavirus hat US-Pr?sident Donald Trump kurzzeitig das Krankenhaus verlassen und sich bei einer Fahrt im gepanzerten Wagen von Anh?ngern bejubeln lassen. Das Wei?e Haus verteidigte die Aktion am Sonntag (Ortszeit) gegen Kritik, wonach der Schutz der anderen Personen in dem Wagen vernachl?ssigt worden sei. Mit Blick auf die Sicherheit des Pr?sidenten erkl?rte der Sprecher des Wei?en Hauses, Judd Deere: ?Die Bewegung wurde vom medizinischen Team als sicher eingestuft.“

Trumps Corona-Infektion war am Freitag kurz nach Mitternacht US-Ostküstenzeit bekanntgeworden. Es ist davon auszugehen, dass er noch ansteckend sein k?nnte. US-Medienberichten zufolge sa? Trump mit zwei Mitarbeitern des Secret Service in dem gepanzerten Wagen, mit dem er an den Fans vor dem Walter-Reed-Milit?rkrankenhaus bei Washington vorbeigefahren wurde. Auf Fotos war zu erkennen, dass der Beifahrer ein Plastikvisier über dem Gesicht, eine Atemschutzmaske und einen medizinischen Schutzanzug zu tragen schien. Trump trug lediglich eine Stoffmaske.

In einer unmittelbar vor dem Ausflug ver?ffentlichten Videobotschaft auf Twitter hatte Trump gesagt: ?Wir bekommen gro?artige Berichte von den ?rzten.“ Er lobte seine Anh?nger vor der Klinik als ?gro?artige Patrioten“ und beschrieb seine Erkrankung als lehrreiche Erfahrung. ?Es war eine interessante Reise. Ich habe viel über Covid erfahren.“

Nachdem der 74-J?hrige am Freitagabend (Ortszeit) - keine 24 Stunden nach seinem positiven Coronatest – per Helikopter in das Krankenhaus n?rdlich der US-Hauptstadt gebracht worden war, hatte es widersprüchliche Angaben zu seinem Gesundheitszustand gegeben. Am Sonntag r?umten die ?rzte schlie?lich ein, dass der Verlauf der Krankheit schwerer war als zun?chst dargestellt. Dennoch stellte der Arzt Brian Garibaldi eine baldige Entlassung aus der Klinik in Aussicht. Sollte es Trump weiterhin so gut gehen wie am Sonntag, ?hoffen wir, dass wir für eine Entlassung ins Wei?e Haus bereits morgen planen k?nnen“. Die Behandlung k?nnte dann dort fortgesetzt werden.

Trumps Leibarzt Sean Conley erkl?rte, dass die Sauerstoffwerte des Pr?sidenten zwei Mal gefallen seien. Am sp?ten Freitagmorgen habe Trump hohes Fieber gehabt, und die Sauerstoffs?ttigung seines Bluts sei unter 94 Prozent gesunken. Dem Pr?sidenten sei deshalb zus?tzlicher Sauerstoff verabreicht worden. Am Samstag sei Trumps Sauerstoffs?ttigung erneut auf rund 93 Prozent gefallen. Wenn die Lunge bei einer Covid-19-Erkrankung angegriffen wird, wird der K?rper schlechter mit Sauerstoff versorgt.

Wegen des vorübergehenden Sauerstoffabfalls verabreichten die ?rzte Trump das Steroid Dexamethason. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt den Wirkstoff bei der Behandlung schwerkranker Patienten. Sie r?t aber davon ab, dass Patienten mit einem leichten Verlauf mit Wirkstoffen aus der Gruppe der Kortikosteroide behandelt werden.

Der Arzt Sean Dooley sagte, Trump sei fieberfrei. Alle Werte seien stabil. Trump habe am Samstag ohne Komplikationen seine zweite Infusion mit dem Medikament Remdesivir erhalten – dieses Pr?parat hemmt ein Enzym der Viren, das für deren Vermehrung n?tig ist. Conley hatte eine fünft?gige Behandlung mit dem Mittel in Aussicht gestellt.


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Am Samstagabend hatte Conley erkl?rt, die ?rzte seien vorsichtig optimistisch. Trump sei aber noch nicht über den Berg. Trump meldete sich seit seinem positiven Testergebnis mehrfach mit Videobotschaften zu Wort. Das Wei?e Haus verbreitete zudem Fotos des Pr?sidenten, die ihn bei der Arbeit zu zeigen schienen.

Nach Trumps Infektion wurden zahlreiche Ansteckungen in seinem Umfeld bekannt. Auch Trumps Wahlkampfchef Bill Stepien wurde positiv auf das Virus getestet. Einen Monat vor der Pr?sidentschaftswahl am 3. November wurden pers?nliche Auftritte des Republikaners bis auf Weiteres abgesagt. Trumps Herausforderer, der Demokrat Joe Biden (77), ist weiterhin unterwegs. Sein Team verkündete am Sonntag, dass Biden erneut negativ auf das Coronavirus getestet worden sei.

Nach der Infektion des Pr?sidenten richtete sich der Fokus besonders auf eine Veranstaltung im Wei?en Haus: Trumps Vorstellung der konservativen Juristin Amy Coney Barrett als Kandidatin für den freien Richterposten am Supreme Court. Dafür hatten sich am Samstag vor gut einer Woche im Rosengarten auf engem Raum mehr als 100 Menschen versammelt. Wenige von ihnen trugen Masken oder hielten Abstand. Manche umarmten sich oder schüttelten sich die H?nde. Bei mindestens acht Teilnehmern fielen seitdem Corona-Tests positiv aus.

Im Bundesstaat New Jersey l?uft nach Trump-Events am Donnerstag zudem eine aufwendige Rückverfolgung der Kontakte. Das Wei?e Haus habe den Beh?rden mehr als 200 Namen von Personen mitgeteilt, die an zwei Veranstaltungen des Pr?sidenten am vergangenen Donnerstag teilgenommen h?tten, schrieb das Gesundheitsministerium des Staates am Sonntag auf Twitter. Trump hatte in seinem Golfclub Unterstützer und Spender getroffen, laut Medienberichten teilweise in geschlossenen R?umen.



Es ist nicht klar, wann Trump das letzte Mal negativ getestet wurde und wann genau er das erste Mal ein positives Testergebnis erhielt. Seine Sprecherin Kayleigh McEnany machte am Sonntag laut Journalisten im Wei?en Haus keine eindeutigen Angaben dazu.

Das ?Wall Street Journal“ berichtete, Trump habe das Ergebnis eines ersten positiven Schnelltests am Donnerstag für sich behalten. Er habe es bereits zum Zeitpunkt eines Fernsehinterviews gekannt, in dem er lediglich die Infektion einer engen Beraterin best?tigte. Das Ergebnis des Schnelltests habe entsprechend der Vorgaben im Wei?en Haus einen weiteren Test veranlasst, der auch positiv ausfiel. Schnelltests gelten als weniger zuverl?ssig als Labortests.

Mehr zum Thema: Die Erwartungen der transatlantischen Wirtschaft an den US-Wahlsieger sind hoch: Transparenz und Vertrauen müssen zurückkehren zum ?konomischen Wohle aller. Ein Gastbeitrag.

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